- Wohneinheiten
- rund 40
- Gebäude
- mehrere Häuser
- Baujahr
- 1960er
- Heizung
- Gas-Brennwert, 2005
- Nutzung
- vermietet
- Eigentümer
- WEG
Ausgangslage
- Dach und Fassade seit dem Bau nie energetisch saniert, beide über ihrer rechnerischen Lebensdauer.
- Fenster von 1998 mit einer Restlaufzeit von rund zwei Jahren, Gaskessel von 2005 mit rund einem Jahr.
- Effizienzklasse F, berechnet aus den Bauteilangaben.
- Bisher keine Förderung genutzt.
Ergebnis
Die Effizienzklasse ist aus einer Wärmebilanz gerechnet. Die Gebäudehülle allein bringt die Anlage von F nach B. Die Heizlast sinkt dabei von rund 283 auf rund 129 kW, also auf weniger als die Hälfte.
F heute (173 kWh/m²a) · E nach Dachsanierung (149) · B mit Dach, Fassade und Fenstern (73), Heizung unverändert
Unsere Empfehlung
Sanierungsfahrplan zuerst
Er verdoppelt die förderfähigen Höchstkosten der Gebäudehülle und bringt bei dieser Anlage rund 69.000 € zusätzlich, rund die Hälfte des gesamten Förderpotenzials.
vor dem ersten Beschluss
Hülle über Kalenderjahre staffeln
Die Kosten der Hülle liegen weit über der Förderhöchstgrenze. Die Grenzen gelten je Kalenderjahr: Wer Dach, Fassade und Fenster auf mehrere Jahre verteilt, kann das Fördervolumen erhöhen.
in der Objektstrategie festlegen
Photovoltaik mit dem Dach
Das Dach wird ohnehin geöffnet. Größe und Betreibermodell klärt ein Energy Check.
mit der Dachsanierung
Heizung auf die Hülle auslegen
Nach der Dämmung braucht die Anlage weniger als die Hälfte der heutigen Leistung. Die Eigentümergemeinschaft hat die Heizung deshalb in dieser Variante noch nicht angesetzt.
nach der Hüllensanierung
Wovon wir abgeraten haben
Die Heizung vor der Hülle auf die heutige Leistung zu erneuern. Eine Anlage für rund 283 kW wäre mehr als doppelt so groß wie nach der Dämmung nötig. Ein Wärmeerzeuger für den kleineren Bedarf ist deutlich günstiger und arbeitet effizienter.
Was das für die Mieter heißt
Die Heizkosten sinken deutlich, die rechnerische Modernisierungsumlage liegt aber darüber: Die Warmmiete stiege im Schnitt um rund 55 € je Wohnung und Monat, sofern die Umlage geltend gemacht wird. In einer Eigentümergemeinschaft mit vermieteten Wohnungen gehört das früh in die Abstimmung.
Was das für vergleichbare Häuser heißt
Bei Wohnanlagen dieser Größe ist nicht der Fördersatz die Grenze, sondern die Förderhöchstgrenze je Wohneinheit. Wer alles in einem Jahr umsetzt, verschenkt Förderung; wer über Kalenderjahre staffelt und einen Sanierungsfahrplan hat, holt deutlich mehr heraus. Gleichzeitig halbiert die Dämmung die Heizlast. Die neue Heizung sollte deshalb auf den Bedarf nach der Hülle geplant werden.
Bearbeitet von Markus Fürst, dena-gelisteter Energieeffizienz-Experte
Veröffentlicht mit Zustimmung der Eigentümergemeinschaft
Auszug aus einem Asset Check vom Oktober 2026. Erste Einschätzung auf Basis der Eigentümerangaben ohne Vor-Ort-Aufmaß; Effizienzklassen berechnet im Kurzverfahren, kein Energieausweis. Förderstand BEG 07/2026, keine Förderzusage. Beträge gerundet.