- Wohneinheiten
- 8
- Anlage
- ca. 30 kWp
- Baujahr
- 1960er
- Heizung
- Gas
- Nutzung
- vermietet
- Eigentümer
- privat
Ausgangslage
- Satteldach in gutem Zustand, die letzte Sanierung liegt rund 35 Jahre zurück.
- Stromverbrauch im Haus rund 36.000 kWh im Jahr, davon rund 2.000 kWh Allgemeinstrom.
- Laut Eigentümer würden alle acht Parteien am Mieterstrom teilnehmen.
- Dachpotenzial rund 60 kWp; gerechnet mit rund 30 kWp nach Vorgabe des Eigentümers.
Ergebnis
Alle drei Modelle sind mit derselben Anlage gerechnet, jeweils mit günstigen, mittleren und ungünstigen Kosten. Nur Mieterstrom bleibt auch bei ungünstigen Kosten wirtschaftlich; die Investition amortisiert sich bei mittleren Kosten nach rund elf Jahren.
Drei Modelle, gleiche Anlage, drei Kostenszenarien
Einspeisung: Ampel rot
nicht wirtschaftlich
Mieterstrom: Ampel grün
wirtschaftlich
GGV: Ampel gelb
Angebote entscheiden
Unsere Empfehlung
Mieterstrom mit Grundpreis
Der Grundpreis, den die Teilnehmenden zahlen, trägt das Ergebnis: Ohne ihn sänke der Kapitalwert bei mittleren Kosten auf rund 1.000 €.
im Mieterstromvertrag
Dach vor der Montage prüfen
Die letzte Sanierung liegt lange zurück. Eine Dachsanierung nach der Montage ist deutlich teurer als davor.
vor der Bestellung
Speicher mitrechnen
Ein Speicher mit 20 kWh erhöht den Kapitalwert um rund 4.000 € und den Anteil des Solarstroms im Haus von 37 auf 51 %.
im Energiekonzept mit realen Angeboten
Ladepunkte vorbereiten
Die Leitungen für spätere Ladepunkte werden gleich mitgeplant; der Solarstrom steht dann auch für Elektroautos bereit.
mit der Elektroplanung
Wovon wir abgeraten haben
Die Anlage voll einzuspeisen. In allen drei Kostenszenarien bleibt der Kapitalwert negativ, die Investition amortisiert sich in 20 Jahren nicht. Erst der Verbrauch im Haus macht die Anlage wirtschaftlich.
Was das für die Mieter heißt
Die teilnehmenden Haushalte zahlen für ihren Strom weniger als heute: zusammen rund 760 € im Jahr, etwa 100 € je Haushalt. Zusätzlich senkt der Solarstrom für den Allgemeinstrom die Nebenkosten aller Mieter um rund 200 € im Jahr.
Was das für vergleichbare Häuser heißt
Für kleinere Mehrfamilienhäuser mit sechs bis zehn Parteien ist Mieterstrom oft wirtschaftlicher als Volleinspeisung, wenn genug Haushalte teilnehmen und ein Grundpreis vereinbart wird. Die Anlagengröße sollte sich am Verbrauch im Haus orientieren, nicht an der maximalen Dachfläche: Hier erreicht eine Anlage um 30 kWp den höchsten Kapitalwert. Ob ein Speicher sich lohnt, zeigt erst die Viertelstundenrechnung mit dem Verbrauch des Hauses: hier ja, weil er den Anteil des Solarstroms im Haus deutlich erhöht.
Bearbeitet von Markus Fürst, dena-gelisteter Energieeffizienz-Experte
Veröffentlicht mit Zustimmung des Eigentümers
Auszug aus einem Energy Check vom Oktober 2026. Viertelstundensimulation mit Standardlastprofilen auf Basis der Eigentümerangaben; gerechnet nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 mit Inbetriebnahme 2027. Keine Förderzusage. Beträge gerundet.